Digital Natives

Macht zu viel Netz asozial? Eine alte Diskussion mit neuen Mitteln

Eigentlich ist es eine No-Na-Geschichte, dass wir unser Hirn genauso trainieren können wie unseren Körper. Wenn wir nur vor dem Monitor sitzen und twittern, bis die Schwarten krachen, stärken wir andere Nervenverbindungen als wenn wir ständig von Angesicht zu Angesicht etwa Beratungsgespräche/ Interviews führen. Der amerikanische Neuro-Wissenschafter Gary Small hat sich die Mühe gemacht, diese unterschiedlichen Hirnaktivitäten mit Magnetresonanz-Aufnahmen nachzuprüfen und in einem Buch mit dem Titel "Ibrain" zu schildern. Irgendwie macht das Ergebnis doch nachdenklich. Jene Regionen, die für soziales Denken, Empathie und eine Reihe softer Skills stehen, werden durch exzessive Netzaktivitäten nämlich sehr vernachlässigt. Nun stimme ich mit Sicherheit nicht in den Chor der Kultur- und Technik-Pessimisten ein, die das Abendland unter einer Horde asozialer digitaler Wüstlinge untergehen sehen. Es ist vielmehr ein Hinweis, dass auch hier die Menge (möglicherweise) das Gift macht.

In Alpbach habe ich aus einem Interview mit Gary Small einen Beitrag für die Dimensionen in Ö1 gestaltet. Hier ist das Manuskript dazu.

 

Inhalt abgleichen